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Gedenken an jüdische Mitbürger

Neustrelitz.(Quelle Nordkurier/Strelitzer Zeitung 7. März 2013) Seit knapp einem Jahr künden in Neustrelitz Stolpersteine als Mahnung vor Gewalt und Terror und vom Schicksal ihrer Bewohner, die dem Nazi-Terror zum Opfer fielen. Am 4. Juni werden die nächsten Steine in der Innenstadt verlegt.  
Bereits seit längerem denkt die Initiativgruppe für das Stolperstein-Projekt „Sie waren unsere Nachbarn“ auch darüber nach, welche Form des Gedenkens für die jüdischen Bewohner in Alt-
strelitz gefunden werden kann (der Nordkurier berichtete). Fast 40 Namen von Menschen, die in Strelitz ihren Wohnsitz hatten und dann deportiert wurden und die Zeiten des Naziterrors nicht überlebt haben, stehen bisher auf der Liste.
Das Problem an der Angelegenheit: Die meisten Wohnhäuser dieser jüdischen Mitbürger stehen nicht mehr, die Straßenverläufe sind teils verändert. Deshalb entstand die Idee, keine Steine zu verlegen, sondern eine Erinnerungsstele, ein Mahnmal aus Metall mit den Namen der jüdischen Mitbürger zu errichten. Diese soll ihren würdigen Platz neben dem Synagogengedenkstein in der Neubrandenburger Straße finden und wenn es nach den Vorstellungen der Initiatoren geht, bereits zum 75. Jahrestag des Pogromgedenkens am 9. November diesen Jahres aufgestellt werden.

Ein Spendenkonto ist
bereits eingerichtet
Der Berliner Metallkünstler Achim Kühn und der in Neustrelitz ansässige Rainer Grassmuck haben dafür schon Entwürfe gestaltet, mit weiteren regionalen Künstlern ist Dr. Ernst Dörffel noch im Gespräch, wie es in der Beratung hieß. Die künstlerische Umsetzung erfordert allerdings nicht unerhebliche Kosten. Deshalb werden jetzt dringend Spendengelder der Alt- und Neustrelitzer Bürger gebraucht, um dieses Vorhaben realisieren zu können. Die Initiatoren hoffen außerdem auf Unterstützung durch ortsansässige Firmen.
Genau wie die Stolpersteine wird die Erinnerungsstele ausschließlich durch private Spenden und nicht durch öffentliche Gelder finanziert. Gesucht werden auch Zeitzeugen, die Erinnerungen an diese Mitbürger aus Altstrelitz in sich tragen. Spenden können überwiesen werden auf das Konto: Verein für Kultur, Umwelt und Kommunikation e.V. oder auch kurz VfKK e.V., Sparkasse Mecklenburg-Strelitz, BLZ 150 517 32, Konto 3000 1908.