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Erinnerungen an den Schlossbrand vor 300 Jahren

erinnerungen an 300 jahre schlossbrand 20121027 1693852086Über 150 Besucher konnte Bürgermeister Andreas Grund am 26. Oktober auf dem Gelände der ehemaligen Burg Strelitz begrüßen. In einer gemeinsamen Veranstaltung  erinnerten die Stadt Neustrelitz, der Strelitzer Heimatverein und der Altstrelitzer Kulturstammtisch an den Brand des Residenzschlosses vor 300 Jahren. Viele Interessierte nutzten die Gelegenheit, sich die Ausstellung zur Strelitzer Burg des Heimatverveins anzusehen oder sich  von Manfred Schmidt sachkundig über das Gelände der Burganlage führen zu lassen.   Die Konturen der Gebäude und besonders die von Detlef Burmeister, Joachim Lautenschläger und Heinz Moser gestalteten Bilder vermittelten einen Eindruck vom Aussehen der Burg.

 

 In der Nacht vom 24. zum 25. Oktober 1712 brannte das Residenzschloss der regierenden Herzöge von Mecklenburg-Strelitz bis auf die Grundmauern nieder.   Nur wenige Monate zuvor hatte der Herzog eine neue Feuerordnung für die Stadt erlassen, die die Maßnahmen zur Brandbekämpfung regelte und trotzdem, sein Wohnsitz war nicht mehr zu retten, mit gravierenden Folgen für die weitere Entwicklung von Strelitz...  Die Ursache des Brandes wurde nie richtig geklärt. Der Vermutung, dass Adolf Friedrich III. längst ein neues Schloss plante, steht entgegen, dass der gesamte Hofstaat, Ehefrau Herzogin Dorothea und Schwiegermutter des Regenten in Strelitz waren und weder Möbel noch Schmuck gerettet werden konnten.  Bereits 715 Jahre vor dem Brand stand auf dem Gelände an der heutigen Wilhelm-Stolte-Straße eine mittelalterliche Burg, die mehrfach aus- und umgebaut wurde. Der Gesamtkomplex bot alles, was für eine entsprechende Hofhaltung notwendig war. Als durch den Hamburger Vergleich 1701 das kleine Herzogtum Mecklenburg-Strelitz gegründet wurde, machte Adolf Friedrich II. seine Burg zu seinem Residenzschloss. Die  Fertigstellung des neuen Residenzschlosses am Zierker See und die Gründung von Neustrelitz bedeuteten das endgültige Ende   das Ende der Residenz Strelitz  Erst Ende des 18. Jahrhunderts ließ die Stadt das Gelände beräumen und hier das Landarbeits- Zucht- und Irrenhaus errichten, das seit dem  Bau der Landesirrenanstalt auf der Domjüch ausschließlich als Gefängnis bis 2001 diente. 
Ein Dankeschön des Kulturstammtisches geht an die Stadt Neustrelitz, insbesondere an Jutta Gresens, Andreas Grund und den Leiter des Kulturhistorischen Zentrums Albrecht Pyritz, Manfred Schmidt,  Detlef Burmeister, Heinz Moser  und Heidrun Tesch vom Strelitzer Heimatverein, den Mitarbeitern des Regiehofs, den Stadtwerken Neustrelitz. Mathias Kley, dem Strelitzer Posaunenchor, dem Team der Schiefen, Hans-Joachim Prillwitz für die Sonderausgabe des "Heidedörflers".